Programmierung von Bausteinen in einem
SMD-Bestückautomaten: |
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Bei der Bestückung von Leiterplatten werden immer häufiger auch programmierbare
Bauelemente verarbeitet. Die Programmvielfalt ist häufig recht hoch, und damit ist der
Verwaltungsaufwand für die Lagerung und Zuführung dieser individuell programmierten
Bausteine sehr groß.
Da die meisten Bauelemente die gleichen Gehäuseformen besitzen, bietet es sich an, sie
aus dem gleichen Förderer zu entnehmen und in der Maschine individuell zu programmieren.
Man gewinnt dadurch auf der Maschine sehr viel Stellplatz. Das Verwechseln gleicher
Gehäuseformen mit unterschiedlichen Programmen ist nicht mehr möglich.

In einem Vorbereitungslauf für eine zu produzierende Leiterplatte, werden alle
benötigten Daten zum AUTOSITE Programmiergerät gesendet. Dabei wird der korrekte Empfang
der Daten im Programmiergerät selbstverständlich überprüft.
Das programmierbare Bauelement wird aus seinem Förderer geholt und zur optischen
Zentrierstation gebracht. Dort wird die Lagekorrektur für dieses Bauelement berechnet.
Aus der Bauelementebeschreibung wird die Programmierinformation entnommen. Das für das
Bauelement benötigte Programm wird bereitgestellt. Das Bauelement kann in den Meßsockel
abgelegt werden. Nach dem Einsetzen des Bausteins in den Sockel wird zunächst geprüft,
ob der Baustein korrekt kontaktiert wurde, bzw. ob der Baustein auch leer ist. Ist dies
der Fall, so wird die Programmierung gestartet.
Da die Bauelemente eine längere Programmierzeit haben, wird mit der Bestückung von
normalen Bauelementen mit gleichem Adapter parallel zur Programmierung fortgefahren. Erst
wenn die Programmierung des Bauelementes beendet ist, wird der normale Bestückungsvorgang
unterbrochen und das programmierte Bauelement abgeholt. Vor der Bestückung wird bei allen
programmierten Bausteinen außer den ASIC-Bausteinen noch ein sog. "VERIFY"
durchgeführt. Sollte dieser erfolgreich durchgeführt werden können, so kann die
Bestückung des programmierten Bausteins erfolgen.
Durch eventuelle Ungenauigkeiten im Sockel wird zur exakten Zentrierung das Bauteil
noch einmal optisch vermessen und die Bestückposition dementsprechend berechnet. Danach
kann das Bauelement korrekt bestückt werden.
Die benötigten Informationen für die Programmierung werden in der
Positionsbezeichnung des BP-Files festgelegt. Folgende Informationen werden eingegeben:
1.) Bausteintyp PAL,GAL mit JEDEC-Übertragungsformat
- ASIC mit ACTEL-Übertragungsformat
- Kernel mit Kernel Übertragungsformat
- EPROM mit EPROM Übertragungsformat
2.) Name des Programmes
3.) Bausteinhersteller
4.) Quelle des Programmes Laden vom HP-Rechner
- Laden von Diskette des Programmiergerätes
- Laden von Festplatte des Programmiergerätes
Voraussetzungen:
- Bestückautomat: MS72k, MS102, MS132, MS128, HS180
- Rechner: HP-Rechner der Serie 300 : 310, 332, 362 oder 382
- Softwareversion: auf Anfrage
- Programmiergerät: AUTOSITE von DATA/IO wird vom Kunden gestellt
Einschränkungen:
Ausstattung: nur für Maschinen ohne Wafflepackwechsler und ohne IC-Shuttle verfügbar
Stellplatz: bei MS-Typen keine Stellplatzeinschränkungen, bei HS-Typen ca. 45
Stellplätze